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Unten heiß - oben weiß

In den Schweizer Urlaubsorten Saas Fee, Zermatt und rings um Interlaken gibt es eiskaltes Wintervergnügen mitten im warmen Sommer.  

Mit der altehrwürdigen Zahnradbahn von Zermatt zum Gornergrat

  Wer wollte nicht schon gern mal im Juli oder August eine zünftige Schneeballschlacht veranstalten? Oder die heißgelaufenen Wanderschuhe mit den Skiern vertauschen? Morgens im warmen Bergsee vor einer atemberaubenden Gebirgskulisse schwimmen und am Nachmittag mit Schlittenhunden durch eine weiße Winterlandschaft gleiten? Und das alles ohne schweißtreibende Klettertouren, sondern ganz bequem und komfortabel mit Zahnradbahn, Seilbahn oder sogar einer alpinen Metro!

Zum "TOP OF EUROPE", Europas höchster Bahnstation auf 3454 m, startet man in Lauterbrunnen. Weltberühmt wurde der Ort durch den Dichter J. W. v. Goethe, der bei seinem Besuch am 9. Oktober 1779 vom Anblick des 300 m frei fallenden Staubbachs zu dem Gedicht "Gesang der Geister über den Wassern" inspiriert wurde. Heute genießen Kenner das imposante Schauspiel auf einer kleinen Aussichtsplattform direkt unter dem Wasserfall oder bei nächtlicher Festbeleuchtung.

Mit Oberberner Gemütlichkeit setzt sich die Zahnradbahn in Bewegung. Steile Serpentinen bieten immer neue Ausblicke auf das Tal, die sonnigen Matten und natürlich die näher rückenden Wahrzeichen der Berner Alpen, die Gipfel von Mönch, Eiger und Jungfrau. Da werden Fensterplätze knapp, und Videofilmer sollten rechtzeitig an Ersatzakkus und neue Chips denken.

Nach 40 Minuten erreicht der Zug die Umsteigestation "Kleine Scheideck". Hier kann man die Bergriesen schon fast berühren, und die ersten Skifahrer ziehen ihre Bahnen über weiße Pisten. Danach wird es duster: Die letzten 8 Kilometer kriecht die Bahn durch eine Tunnelröhre nach oben. Kurzer Stopp an zwei Haltepunkten, an denen jeweils 5 Minuten Zeit bleibt für einen Blick und ein Foto aus der berüchtigten Eigernordwand - durch riesige Panoramascheiben. Klettert da draußen nicht Reinhold Messmer vorbei? Schade, schon geht`s weiter.

Gar nicht schade!!! Auf der neu erbauten Aussichtsplattform gut 100 Meter über dem Jungfraujoch verzaubert strahlender Sonnenschein eine fantastische Winterlandschaft. Vom SB-Restaurant aus genießt man den Blick auf das Jungfraumassiv und den Aletschgletscher, mit 23 km das längste "Eis am Stück" in den Alpen. Und dann zieht es den Gast hinaus in den Schnee, zu den Rodlern und Skifahrern, zu den Gletscherspalten und zu den Huskys, mit denen die Kinder ein paar Runden auf dem Hundeschlitten drehen, und als Höhepunkt eine zünftige, keineswegs beschwerliche Sommer-Winterwanderung zur Mönchsjochhütte. Tief unten im Tal erkennt man die grünen Dörfer, in denen der Sommer regiert.

Mitten im Sommer vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte

Ein Ausflug aus hochsommerlichen Almenwiesen in eine traumhaft schöne Wintermärchenwelt ist besonders einfach, schnell und relativ preiswert in Saas Fee.

Dieses Bergdorf der Superlative, mit urigen Holzhütten auf grauen Mäusesteinen und mondänen Luxusherbergen für den internationalen Jet-Set, Magnet für alpine Trendsportler und ambitioniertes Kulturzentrum mit abendlichen Darbietungen weltberühmter Künstler, lockt seine Besucher mit dem höchsten Drehrestaurant der Welt auf 3500 Meter Höhe. Wie ein überdimensioniertes Raumschiff thront die Riesenkuppel mit ihren Aussichtsfenstern hoch über dem Feegletscher im ewigen Eis, vor dem Panorama der Viertausender Allalin, Alphubel, Dom und Täschhorn. Man sollte der Versuchung nachgeben, an einer Sonnenaufgangsfahrt (einmal wöchentlich, meist donnerstags) teilzunehmen. Um 5 Uhr morgens treffen sich Frühaufsteher an der Seilbahnstation "Felskinn", und eine gute halbe Stunde später, nach einer Fahrt mit der "Metro Alpin" auf den Mittelallalin, genießen sie das urige Bergsteigerfrühstück hoch über dem Talnebel und noch viel mehr das prachtvolle Naturschauspiel. Plötzlich färbt sich der Himmel rosa, die Bergspitzen bekommen einen rötlichen Schimmer, und dann tauchen mit der aufgehenden Sonne Schneefelder und Gletscher, Berge und Wolken in ein geradezu unwirkliches Glutrot.

Ein schmaler Pfad durch tiefen Schnee führt den „Winterwanderer“ zum Bergsteigerdenkmal: Die grandiose winterliche Gebirgslandschaft, die Stille und Einsamkeit sind überwältigend. Bevor am Mittag Tausende von Wintersportlern die Pisten bevölkern, hat die höchste U-Bahn Europas ihre Gäste wieder zurückgebracht in den heißen Walliser Sommer.  

hoch über Saas Fee am höchsten Drehrestaurant der Welt mitten im August

  Der höchste Punkt, den man in den Schweizer Alpen mit einer Seilbahn erreichen kann, ist das "Kleinmatterhorn" bei Zermatt. Wenn man durch die eleganten Einkaufstrassen bummelt, vorbei an Schaufensterauslagen, die den besten Läden in Zürich alle Ehre machen würden, oder in eins der schicken oder urig-gemütlichen Spezialitätenrestaurants einkehrt, fühlt man sich wie in der Fußgängerzone einer modernen Großstadt, wenn da nicht die weißen Bergspitzen am Horizont wären, allen voran natürlich das Matterhorn mit seiner unverwechselbaren Kristallform. Auch beim Wandern durch die Wälder am Findelgletscher und über die Almen bei Riffelalp und auf den Bergspitzen am Gornergrat bleibt das Wahrzeichen Zermatts unübersehbar, spiegelt sich vielleicht romantisch im Stellisee oder im Schwarzsee. Wer aber hinauf will ins ewige Eis und auch im Sommer auf einen Schneespaziergang oder eine zünftige Abfahrt nicht verzichten möchte, den bringt die Seilbahn von der Station "Trockener Steg" in wenigen Minuten auf die Aussichtsterrasse in 3820 Meter Höhe.  

 

Aussichtsterrasse am Kleinmatterhorn mit Blick auf das Breithorn - 
"leichtester Viertausender" der Schweiz

Hier, in unmittelbarer Nachbarschaft mit den höchsten Walliser Viertausendern, ist das Breithorn mit seiner gigantischen Schneekappe zum Greifen nahe, dahinter lockt die Monte-Rosa-Gruppe, eine vergletscherte Zauberlandschaft. Auf der anderen Seite fasziniert die bizarre Spitze des Matterhorns, aber der Blick geht weiter bis hin zum höchsten Berg Europas, dem Mont Blanc. Gepflegte Skipisten führen von hier oben hinüber nach Italien, aber Schneewanderer sollten besser angeseilt in einer Gruppe als ganz alleine losgehen. Weit wird der Normaltourist sowieso nicht laufen, dann treiben ihn die eisige Luft und der kalte Wind wieder zurück in die warmen Täler. Beim Abschweben gleitet noch einmal der Blick über die weiße Winterwelt und die schneegekrönten Häupter der Walliser Bergriesen und hinunter zu den sonnigen Almen...

Text und Fotos © Rolf Wilms                           

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